Therapiekonzepte für Kinder von 0-2 Jahren

Orofaciale und sensomotorische Regulationstherapie nach Dr. Rodolfo Castillo Morales (Kinder und Erwachsene)

Die Orofaciale und sensomotorische Therapie nach Rodolfo Castillo Morales richtet sich besonders an Patienten mit Störungen in der Nahrungsaufnahme und in der Kommunikation. Häufig findet sie bei Patienten mit motorischen und zentral bedingten Beeinträchtigungen ihre Anwendung. Dabei setzt dieses ganzheitliche Behandlungskonzept ein genaues Wissen über die Muskeln und ihre Tätigkeit sowie deren Wechselwirkung mit dem gesamtkörperlichen System  voraus. Ebenso ist die Autonomieentwicklung des Patienten ein zentrales Ziel in diesem Konzept, welches über eine größtmögliche Vertikalisierung des Patienten erreicht werden soll.

Ein weiterer Baustein ist die Einbeziehung der visuellen Förderung als wichtiger Faktor in der Kommunikation und intellektuellen, individuellen Entwicklung.

Häufige Behandlungstechniken sind Druck, Zug, Vibration und Ausstreichen der betroffenen Muskulatur. Auch wird der Patient in haltungsstabilisierende Ausgangspositionen gebracht, in welchen er größtmöglich selbständig agieren kann. Dadurch entsteht ein Kreislauf der propriozeptiven Rückmeldungen, welche eine visuelle Orientierung im Raum ermöglichen.

NEPA- Therapie (Kinder)

Der Neuroentwicklungsphysiologische Aufbau nach Traudel Pörnbacher  sieht die Bauchlage als entscheidendes Kriterium einer normal verlaufenden Entwicklung. Durch besondere Lagerungshilfen ermöglicht dieses Therapiekonzept, besonders hypotone Kinder in ihrer Aufrichtung  zu unterstützen. Durch die Lagerung auf dem Keil  wird der Beckenschub aktiviert, die Reflexe überlagert und eine Nackendehnung mit Schub aus den Schultern und dem Brustbein heraus aktiviert.

Sind die Kinder dann in Rotationsbewegungen, kann das nächste Element, die Rotationshilfe,  angewendet werden. Hierbei liegt das Kind nicht wie auf der Keillagerung auf dem Bauch, sondern „sitzt“ auf dem Rotationselement. Ein freies Sitzen ist hierfür jedoch nicht notwendig, da der Therapeut noch  unterstützend tätig ist.

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